Tilbeck

11.08.2021

Das Stift Tilbeck liegt östlich der Baumberge, in der Gemeinde Havixbeck. Es wurde 1881 von Gertrud Teigelkemper als Erziehungsanstalt für Epileptiker gegründet. Das Ensemble umfasst eine Klinik, Wohneinrichtungen und Werkstätten. Seit 1899 betreiben die Franziskanerinnen von St. Mauritz das Stift. Zwischen 1900 und 1930 wurde das Stift ausgebaut und auch das Angebot erweitert. So entstand eine Einrichtung für Frauen, Kinder und junge Mädchen, die an Epilepsie erkrankt sind, an einer psychischen Erkrankung leiden oder geistig behindert sind.

Die Stifts-Kapelle wurde zwischen 1897 und 1899 von Hilger Hertel dem Jüngeren erbaut. Dabei handelt es sich um einen steil proportionierten neugotischen Saalbau aus Sandstein. Direkt neben der Stiftskapelle steht ein neugotischer Wasserturm aus dem Jahr 1907. Dieser 35 Meter hohe Turm diente der Wasserversorgung der Anlage und ist heute das Wahrzeichen des Stifts Tilbeck.

Heute ist das Stift Tilbeck eine Wohn- und Arbeitsstätte. Hier leben Menschen mit leichten oder schweren Behinderungen in dörflicher Atmosphäre in vielfältigen Lebensformen zusammen.

Haupteingang zum Stift Tilbeck mit dem Wasserturm im Vordergrund und der Maria-Hilf-Kapelle im Hintergrund.
Haupteingang zum Stift Tilbeck mit dem Wasserturm im Vordergrund und der Maria-Hilf-Kapelle im Hintergrund.

Orte zum Besuchen:

Maria-Hilf-Kapelle: Als wegen der wachsenden Zahl von Bewohnerinnen die Kapelle vorübergehend in einen größeren Saal verlegt werden musste, begann die Planung eines Kapellenbaus durch den Diözesanbaumeister Hilger Hertel d.Ä. Seine Söhne Hilger und Bernhard brachten die Planungen zu einem Abschluss, so dass 1897 der Grundstein gelegt werden konnte. Heute ist er einer der schönsten Tempel in den Baumbergen.


Wasserturm: Der neugotische Turm ist das Wahrzeichen des Stifts Tilbeck. Es wurde 1907 gebaut, um den Komplex bis 1977 mit Wasser zu versorgen.


Fotografien aus Tilbeck: