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Schöppingen

03.05.2022

Diese kleine Stadt grenzt an den Schöppinger Berg, einem Ausläufer der Baumberge und mit 157,6 m ü. NN die höchste Erhebung des Kreises Borken.  Ganz in der Nähe, am Rande der Nachbargemeinde Horstmar, am sogenannten "Dreiländereck", treffen die drei Kreisgebiete Borken, Coesfeld und Steinfurt zusammen.

Das Stadtzentrum bewahrt mit seinen alten Gebäuden und der Ruhe seiner Straßen die Essenz einer authentischen ländlichen Stadt.

Orte zum Besuchen:

Altes Rathaus: Das Alte Rathaus wurde im Jahr 1583 gebaut. Das Rathaus zeigt sich als typisch münsterländischer Renaissance-Bau in einfachen und klaren Formen.

Der Entschluss zum Bau des Alten Rathauses fiel in eine Zeit, in der der spanisch-niederländische Krieg über Schöppingen hinaus einen großen Teil Westfalens erreichte und zeugt von städtischer Selbstverwaltung und selbstbewusstem Bürgertum Schöppingens.

Als das Rathaus 1818 aufgrund schlechter Bausubstanz abgerissen werden sollte, setzten sich Schöppinger Bürger, Bauern, Kaufleute und Handwerker für den Erhalt des Gebäudes ein und stellten Mittel für die Instandsetzung bereit.

 An der Westseite befindet sich eine Fronleichnamsstation vom 18. Jahrhundert.


St. Brictius Kirche: Die Kirche wurde im 8. Jahrhundert auf den Fundamenten einer eroberten sächsischen Fliehburg erbaut, an deren Fuß eine Quelle, die "Welle" entspringt, die Gerichtsort und vielleicht auch Kultstätte war. Die Schöppinger Taufkirche wurde zur Pfarrkirche in der Zeit, als Liudger am 30. März 805 zum ersten Bischof von Münster geweiht wurde.

Um 1100 wurde die Kirche neu gebaut. Aus dieser Zeit steht noch der mächtige Turm, der um 1230 um ein Glockengeschoss mit jeweils dreiteiligen Fensteröffnungen mit Zwischensäulen aufgestockt wurde und seine heutige Form mit zwei Treppengiebeln erhielt. Nach einem Brand im Jahre 1453 wurde die Kirche als zweischiffige, gotische Hallenkirche in der Zeit um 1455 wieder aufgebaut.

 Weitere Baumaßnahmen fanden 1509-1512 statt. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurden die Gewölbefelder im Chor, Langhaus und Südschiff farbig eingefasst. Diese Wandmalereien wurden bei einer Gewölbesanierung 1932/1933 wiederentdeckt und freigelegt. In den Jahren 1923-1926 wurde die Kirche auf der Nordseite durch ein Seitenschiff erweitert, so dass es sich heute um einen dreischiffigen Bau handelt.

Der Flügelaltar ist wohl um 1455 in der Werkstatt eines unbekannten Meisters in Münster entstanden. Die Darstellung des Altars im geschlossenen Zustand gehören dem Festkreis Weihnachten, diejenigen im geöffneten Zustand dem Festkreis Ostern an.


Künstlerdorf: Die Idee des Künstlerdorfs entstand im Jahr 1983, anlässlich des 400. jahrestages des Alten Rathauses. Die Gründungsidee fiel zeitlich zusammen mit dem Abzug einer NATO-Einheit, die zwischen 1963 und 1987 zeitweise über tausend niederländische und US-amerikanische Soldat:inen mit ihren Familien nach Schöppingen gebracht hatte. Die Idee des Künstlerdorfs, als einem städtebaulichem Kleinod, nahm durch den Leerstand des Hofs Schulze-Johann sowie den weiteren Ankauf des Hofs Schulze-Dorfkönig im Zentrum der Gemeinde Schöppingen Gestalt an.


Haus Sasse: Dieses schöne Gebäude war Teil der alten Brennerei Sasse. Im Jahr 1707 wurde der Betrieb einer Brennerei und Brauerei durch die Familie Wilmink erstmals urkundlich erwähnt. 1778 pachtete Bernd Anton Wilmink II., von Beruf Kaufmann, die Schöppinger Stadtmühle. Im Jahr 1857 heiratete Elisabeth Wilmink Franz Anton Sasse, der fortan die Geschäfte der Kornbrennerei leitete. Er erweiterte sie 1885 und stellte die erste Dampfmaschine in Schöppingen auf. 1918 übernahm Theo Sasse den elterlichen Betrieb.

Im Jahr 1972 wurde das alte Firmengelände zu klein und es erfolgte ein Neubau mit moderner Brennanlage. Heute ist dieses Gebäude, wie die umliegenden Gebäude, Teil eines Hotels.


Fotografien aus Schöppingen:


Quelleverweise:

https://www.schoeppingen.de/tourismus-freizeit-vereine/
https://www.brictius.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ppingen
https://stiftung-kuenstlerdorf.com/de/geschichte