Raesfeld

03.05.2019

Im Naturpark Hohe Mark liegt Raesfeld. Umgeben von Natur bewahrt die Stadt eine der bekanntesten Altstädte der Region. Seine Wasserburg ist in der ganzen Region bekannt. Außerdem ist es eines der wenigen Renaissanceschlösser in der Region und dank seines 50 m hohen Turms auch das höchste Schloss im Münsterland.

Orte zum Besuchen:

Schloss Raesfeld: Zwischen 1168 und 1174 wurde Rabodo von dem Berge als Burgherr beurkundet. Er entstammte einem einflussreichen edelfreien Adelsgeschlecht aus dem Montferland im Herzogtum Geldern. Die Familie kam vermutlich durch die Heirat von Rabodos gleichnamigem Vater mit einer Tochter aus dem Hause Gemen in den Besitz der Raesfelder Burg. Bei der Burg handelte es sich vermutlich um die heute nicht mehr erhaltene Burg Kretier. Vermutlich ließ Rabodo die St. Martinus geweihte Kirche erbauen, um die herum das Dorf Raesfeld entstand.

Der nächste Burgherr war Heinrich von dem Berge, der 1245 urkundlich erwähnt wurde. Dessen Sohn Adam von dem Berge verkaufte 1259 die Raboding-Hof genannte Burg zusammen mit der Gerichtsbarkeit und dem Patronatsrecht der Dorfkirche an seinen entfernten Verwandten Symon von Gemen (um 1231 - vor 1265), der die Burg wohl schon vorher verwaltet hatte. Der Ritter aus dem Geschlecht derer von Gemen nannte sich anschließend Symon von Rasvelde. Vermutlich nach dem Kauf brannte die hölzerne Anlage ab. Sie wurde nicht wieder aufgebaut und verfiel, da Symon an der Stelle des heutigen Schlosses eine erste steinerne Burg errichten ließ. Die Nachfahren von Simon von Raesfeld blieben etwa 300 Jahre Burgherren auf Raesfeld.

Ende des 16. Jahrhunderts kam die Ritterburg der Herren von Raesfeld in den Besitz derer von Velen. Mitte des 17. Jahrhunderts ließ der Reichsgraf Alexander II. von Velen die Burg zum Residenzschloss im Stil der Renaissance ausbauen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts starb das Geschlecht der von Velen zu Raesfeld aus; das Schloss wurde nur noch unregelmäßig bewohnt und verfiel allmählich. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Teile der Anlage abgerissen oder bis ins 20. Jahrhundert als landwirtschaftlicher Gutshof genutzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ließen es die Handwerkskammern des Landes Nordrhein-Westfalen als neue Besitzer restaurieren. Heute ist das Schloss Sitz der Fort- und Weiterbildungseinrichtung der Handwerkskammern und wird für kulturelle Veranstaltungen und als Restaurant genutzt. Seit 2007 kann man hier heiraten.


Schlosskapelle St. Sebastian: 1658 erbaut, mit sehenswertem Barockaltar. Die Schlosskapelle wurde 1658 erbaut. Das "bleierne Herz", das an der rechten Chorseite in einer Wandnische untergebracht ist, wurde 1962 in der Totengruft gefunden. In dem Bleigehäuse ruht das Herz des 1733 verstorbenen Reichsgrafen Christoph-Otto von Velen.


Tiergarten Schloss Raesfeld: Der Tiergarten am Schloss Raesfeld, errichtet in der Mitte des 17. Jahrhunderts, ist einer der ältesten noch gut erhaltenen Renaissance-Tiergärten Deutschlands.


Fotografien aus Raesfeld:


Quelleverweise:

https://www.raesfeld.de/magazin/magazin.php?menuid=14&topmenu=607&page=2
https://de.wikipedia.org/wiki/Raesfeld