Havixbeck

11.08.2021

Havixbeck ist eine kleine Stadt im Nordwesten der Baumbrege. Die Altstadt erstreckt sich um die Pfarrkirche St. Dionysius und den Kirchplatz. Eines der bemerkenswertesten Gebäude in Havixbeck ist das aus Sandstein erbaute Torhaus, das den Kirchplatz mit der Hauptstraße verbindet. In der Nähe befinden sich mehrere Schlösser, aber das dem Dorfzentrum am nächsten gelegene ist das Haus Havixbeck.

Pfarrkirche St. Dionysius.
Pfarrkirche St. Dionysius.

Orte zum Besuchen:

Pfarrkirche St. Dionysius: Die katholische Pfarrkirche wurde aus mächtigen Sandsteinquadern errichtet und urkundlich zuerst 1137 erwähnt; um diese Zeit wird auch der romanische Turm entstanden sein. Das gotische Langhaus wurde in der zweiten Hälfte des 14.Jahrhunderts errichtet.

Durch den wohl größten Brand im Ort (1690) brannte der Kirchtum völlig aus und durch die enorme Hitzeentwicklung schmolzen sogar die vier großen Glocken; das Kirchendach, das Pfarrhaus, die Kaplanei, die Küsterei, das Schulgebäude sowie 44 weitere Häuser brannten völlig ab. 


Pestkapelle: Neben der Kirche steht diese kleine Kapelle im Fachwerkstil. Sie ist als Pestkapelle bekannt, aber ihr ursprünglicher Name ist Marienkapelle. Die Kapelle wurde in den 1660er Jahren von der Familie von Twickel gestiftet und gebaut, im Inneren befindet sich eine Pieta aus Baumberger Sandstein, die um 1654 geschnitzt wurde.


Haus Havixbeck: Haus Havixbeck ist eine der typischen Wasserschlösser des Münsterlandes und eine der typischsten in der Region. Obwohl die Anlage manchmal als Wasserburg Haus Havixbeck bezeichnet wird, ist die Anlage ein Schloss und keine Burg. Das 1562 erbaute Haus entstand aus einem mittelalterlichen Schulzengut und war Anfang des 17. Jahrhunderts im Besitz der Familie von Twickel, deren Nachkommen es noch heute besitzen.


Torhaus: Das gotische Torhaus ist zusammen mit dem Kirchturm im Hintergrund das Wahrzeichen von Havixbeck. In der Nische dieses zweigeschossigen Giebelhaus aus Sandsteinquadern befindet sich die Nachbildung eines steinernen Vesperbildes aus der Zeit um 1430. Bewähren konnte sich dieser Schutz- und Trutzbau 1587 und 1591, als während des Freiheitskampfes der Niederländer "streifende" spanische Söldner vergeblich versuchten, in den Kirchhof einzudringen.

Die Kampfspuren sind noch deutlich zu erkennen. Wenige Jahre später diente der Raum als Schule, als Arrestraum bzw. Gefängnis, als Wohnung. Als 1964 das angrenzende katholische Jugendheim "Krögerheim" gebaut wurde, hat man den Raum über der Durchfahrt in dieses integriert. Der Torbogen ist eine Station auf dem innerörtlichen Havixbecker Sandsteinweg. 


Fotografien aus Havixbeck: