Ennigerloh

12.08.2021

Das schöne kleine Stadt Ennigerloh liegt inmitten einer wunderschönen ländlichen Landschaft. Seine Altstadt oder Drubbel (Das niederdeutsche Wort "Drubbel" ist verwandt mit dem hochdeutschen Wort "Traube": die Häuser stehen so dicht zusammen, wie die Beeren einer Traube) bestehend aus Fachwerkhäusern, unter denen das "Kleine Drubbelhaus" hervorsticht, bewahrt den Charme eines kleinen Dorfes, in dessen Zentrum die St. Jakobus Kirche steht.

Um die Altstadt herum befindet sich im Norden die Alte Brennerei Schwake und im Westen die Ennigerloher Mühle.

Hubertusdenkmal in der Altstadt.
Hubertusdenkmal in der Altstadt.

Orte zum Besuchen:

St. Jakobus Kirche: Die ältesten Dokumente über diese Kirche stammen aus dem Jahr 1193, als sie erstmals als Pfarrei erwähnt wurde. Das heutige Gebäude wurde im 13. Jahrhundert im romanischen Stil erbaut und Jahrhunderte später, zwischen 1886 und 1887, wurden das Querschiff und der Chor im neugotischen Stil errichtet. Bis zum Ende des 17. Jahrhunderts gab es um die Kirche einen Friedhof, der verschwand und das Land für den Bau von Häusern um die Kirche herum frei ließ, wodurch der Drubbel entstand. In den 1970er Jahren wurde der Innenraum teilweise in den Originalzustand zurückversetzt.


Kleine Drubbelhaus: Eine Inschrift auf dem alten Tennentor verkündet: "Dieses Haus wurde am 25. Dezember 1776 von Gerhard Reinke und Antonette Püntmann erbaut", und ist eines der ältesten noch erhaltenen Häuser in Ennigerloh und das älteste im Drubbel.

Von 1820 bis 1961 war das Haus im Besitz der Familie Erdborries, die später ihren Nachnamen in Erdbürger änderten. Da das Haus den Anforderungen der Zeit nicht mehr entsprach, stand es lange Zeit leer, in schlechtem Zustand und mit hoher Einsturzgefahr.

Schließlich wurde das Haus von Andreas J. Rottendorf gekauft und renoviert, der behauptete, das Haus habe einen hohen historischen und kulturellen Wert. Es dauerte noch ein paar Jahre, bis es sich wieder mit Leben füllte: Unter Leitung von Frau Christa Frede hatte sich ein Arbeitskreis Altenhilfe gebildet, der hier eine Altentagesstätte einrichtete. Das war damals eine Pioniertat und Vorbild für ähnliche Einrichtungen weit und breit. Als die Räumlichkeiten dafür zu klein wurden und die Tagesstätte in ein größeres Haus am Kirchplatz zog, stellte Andreas J. Rottendorf das Haus dem Heimatverein zur Verfügung. Dies blieb auch so, als nach seinem Tode die Stadt Ennigerloh Eigentümer wurde.


Ennigerloher Mühle: Die erste urkundliche Erwähnung einer Mühle in Ennigerloh stammt aus dem Jahr 1498, erst 1869 entstand die heutige Mühle, sie wurde vom Mühlenbauer Wiek aus Wadersloh gebaut. Die Geschichte der Mühle geht durch verschiedene Unfälle und Schäden in der Mühle.

Frühere Mühlen waren Bockwindmühlen aus Holz mit komplett drehendem Mühlkörper, während die heute noch vorhandene Mühle eine drehende Mühlenkappe und Flügel hat. Durch die deutlich verringerte Größe des Drehkörpers brauchte die Windmühle weniger Wind und arbeitete deutlich effizienter.

Die Mühle stellte Anfang des 20. Jahrhunderts ihren Betrieb ein und wurde später von der Stadt Ennigerloh erworben.


Alte Brennerei Schwake: Die alte Brennerei in Ennigerloh ist eine ehemalige Schnapsbrennerei. In den 1980er Jahren wurde die ehemalige Schnapsbrennerei Schwake mit öffentlichen Mitteln in ein Kulturzentrum umgewandelt.


Hubertusdenkmal: Das Denkmal steht seit über 100 Jahren im Herzen von Ennigerloh. Es wurde 1910 vom Schützenverein Ennigerloh zu Ehren des Schutzpatrons der Jäger Sankt Humbert errichtet.


Fotografien aus Ennigerloh: