Brochterbeck

08.07.2020

Tief im Tecklenburger Land liegt dieses alte Dorf zwischen Ibbenbüren und Tecklenburg. Das Dorf hat eine 850-jährige Geschichte und eine idyllische Landschaft zwischen Hügeln, Weiden und Bergen.

Das bekannteste Bauwerk des Ortes ist die evangelische Kirche aus dem 15. Jahrhundert im gotischen Stil. Die andere Kirche im Dorf ist die katholische St. Peter und Paul Kirche, die sich quer durch den Ortskern befindet und am 20. Dezember 1860 geweiht wurde.

In der Nähe der katholischen Kirche befindet sich das alte Mühlrad, das zusammen mit der alten Holzkonstruktion versteckt in einer Ecke zwischen alten Gebäuden weiter funktioniert.

Das Dorf hat ein beeindruckendes Denkmal, das den gefallenen Soldaten des Zweiten Weltkriegs gewidmet ist. Das Mahnmal befindet sich am Hang eines kleinen Berges, von dem man einen schönen Blick auf die Münsterländer Ebene hat.

Turm der evangelischen Kirche vom Dorfeingang aus gesehen.
Turm der evangelischen Kirche vom Dorfeingang aus gesehen.

Orte zum Besuchen:

Evangelische Kirche: Die heutige Kirche steht an der gleichen Stelle, an der die erste Kirche des Dorfes gebaut wurde. Ursprünglich war es eine einfache Holzkapelle und um 1230 wurde eine Kirche im romanischen Stil erbaut, die Anfang des 15. Jahrhunderts durch einen Brand zerstört wurde. Um 1430 wurde die Kirche im gotischen Stil umgebaut.

Im 16. Jahrhundert führte Graf Konrad den Protestantismus in Tecklenburg ein, damals gehörte Brochterbeck zur Herrschaft Lingen, kehrte 1541 in die Grafschaft Tecklenburg zurück und führte so der Protestantismus im Dorf ein, dessen Kirche bis 1809 von katholisch zu protestant wurde.

Später wurde er aufgrund des schlechten Zustands des katholischen Tempels sowohl für katholische als auch für protestantische Zwecke genutzt, bis 50 Jahre später ein neuer katholischer Tempel gebaut wurde.


St. Peter und Paul Kirche: Nach der Einführung des Protestantismus in der Grafschaft Tecklenburg,

die katholische Bevölkerung verlor ihre Tempel und musste ihren Glauben in der Privatsphäre ausüben. Erst im 18. Jahrhundert, als das Gebiet dem Königreich Preußen angegliedert wurde, erlangten die Katholiken die Religionsfreiheit wieder.

Um 1718 wurde in der Nähe der heutigen katholischen Kirche ein einfacher Fachwerkbau für die katholische Gemeinde Brochterbeck errichtet. Im 19. Jahrhundert befand sich das Gebäude in einem baufälligen Zustand und die evangelische Kirche wurde sowohl für die Gottesdienste der evangelischen als auch der katholischen Gemeinde genutzt.

Am 20. Dezember 1860 wurde die St. Peter und Paul Kirche geweiht, die dank Spenden der katholischen Gemeinde im neugotischen Stil errichtet wurde.


Fotografien aus Brochterbeck: